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Hebammenschule hat Zukunft in Lahr

Wie sich das geplante neue Hebammen-Gesetz vor Ort auswirkt, darüber informierte sich SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes  Fechner in der Lahrer Hebammenschule. Grundsätzlich begrüßen die Leiterinnen der Lahrer Hebammenschule Meike Kolfenbach und Liane Braun die Neuregelungen. Die Hebammenausbildung soll von der bisher berufsfachschulischen Ausbildung zum dual praxisintegrierten Studiengang weiterentwickelt werden, was die Hebammen schon lange fordern. Der Studiengang soll in 6-8 Semestern, geplant sind 7, zum Bachelor of Science in Hebammenwissenschaften führen. „Besonders wichtig ist, dass die Ausbildungsvergütung über sieben Semester weiterbezahlt wird und damit die finanzielle Situation der Hebammenschülerinnen gesichert ist.“, unterstreichen Kolfenbach und Braun. In der Lahrer Hebammenschule, die von der DAA sowie vom Ortenau-Klinikum getragen werden, wird alle drei Jahre ein neuer Jahrgang mit 20 Schülerinnen gestartet. Die zukünftige Struktur der Hebammenschule wird nun davon abhängen, wie das Land die Hebammenausbildung in Baden-Württemberg ausgestaltet. Die Hebammenschule möchte sich an der Ausschreibung des Landeswissenschaftsministeriums beteiligen für einen Studiengang in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Furtwangen. „Wir brauchen gut ausgebildete Hebammen und dazu wollen wir unseren Beitrag leisten“.

Eine erhebliche Belastung war bis vor kurzem auch für Lahrer Hebammen die hohe Haftpflichtversicherungsbeiträge für Hebammen. Nachdem der Bundestag aber einen Zuschlag bei den Krankenkassen zu diesen hohen Versicherungsbeträgen durchgesetzt hat, gibt es hier etwas Entspannung, konnten Kolfenbach und Braun SPD-Bundestagsabgeordneten Fechner berichten. Ärgerlich sei aber nach wie vor, dass es mit erheblichem bürokratischen Aufwand und mit langen Bearbeitungszeiten verbunden sei, um diesen sog. Sicherstellungszuschlag zur Haftpflichtversicherung zu bekommen. „Damit die Eltern und Babys gut betreut sind, brauchen wir Hebammen und dafür braucht es so kompetente Hebammenschulen wie in Lahr“, lobt Fechner. Er sagte zu, mit einer Anfrage beim Landeswissenschaftsministerium über den weiteren Fortgang der Einrichtung eines Studiengangs für die Hebammenausbildung weitere Informationen zu erlangen. „In Zusammenarbeit mit der FH Furtwangen die akademische Hebammenausbildung für Südbaden in Lahr zu positionieren wäre ein tolle Sache“, freut sich Fechner.