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Besuch bei der Bergwacht auf dem Kandel – Johannes Fechner: Arbeit der Bergwacht muss unterstützt werden

SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner besuchte gemeinsam mit zahlreichen Teilnehmern seines Sommerprogramms die Bergwacht auf dem Kandel. Von Jürgen Holzer und Daniel Fackler, den beiden Vorsitzenden der Bergwacht, erfuhren die Besucher alles Wissenswerte über die Einsätze der Bergwacht in den letzten Monaten. Besonders interessant war für die Zuhörer, unter welchen Rahmenbedingungen die Bergwacht ihre oft wagemutigen Rettungseinsätze durchführen muss. Die 32 aktiven Retter und ihre 13 Anwärter sind ehrenamtlich aktiv und müssen neben ihrer Freizeit pro Jahr rund 1150 Euro für ihre Ausrüstung und Kleidung aus eigener Tasche aufbringen.
Holzer zeigte sich darüber sehr ungehalten und meinte: „Eigentlich müsste man unter diesen Umständen aufhören, ohne Spenden wäre es unmöglich!“
Positiv sei die gute Zusammenarbeit mit den regulären Rettungskräften, die sehr von den hervorragenden Ortskenntnissen der Bergwacht profitiere. Holzer kritisierte bei diesem Thema ebenfalls mit Nachdruck die bei Einsätzen der Bergwacht veranschlagten Benutzungsentgelte der Krankenkassen, die einfach von den regulären Rettungseinsatzkräften übernommen wurden. „Wir zahlen bereits drauf, wenn wir den Zündschlüssel umdrehen, denn bei unseren Einsätzen sind meist vier Mann im Einsatz. Wir bräuchten etwa denn zweifachen Satz, um kostendeckend arbeiten zu können.“ Fechner versprach, sich für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Bergwacht einzusetzen. „Hier muss dringend nachgebessert werden! Wir müssen euch unterstützen, denn ihr schafft in eurer Freizeit ehrenamtlich Sicherheit für die Bevölkerung.“ Auch der Umstand, dass die Bergwacht seit fast acht Jahren auf die Bewilligung von Zuschüssen für die dringend notwendige Haussanierung ihrer Kandelstation wartet, ist für Fechner nicht hinnehmbar.
Eine spektakuläre Baumbergung eines Gleitschirmfliegers demonstrierte Bergretter Nico Zink, bevor Fechner selbst einen Teil der Ausrüstung anlegte, mit dem die Bergretter bei einem Einsatz ins Gelände gehen – nicht nur bei Freizeitunfällen, sondern auch bei Arbeitsunfällen.