BundespolitikPolitikPresseWahlkreis

ZfP braucht dringend mehr Personal

„Die Personalsituation ist dramatisch bei uns“, das berichteten der  Personalratsvorsitzende Horst Burkhart und seine Kolleg*innen vom ZfP-Personalrat dem SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Fechner bei dessen Besuch. „In den nächsten zehn Jahren gehen mehr als 350 Mitarbeiter in Rente, wir suchen dringend Auszubildende, die sich für den Beruf Pflegefachkraft interessieren und anschließend auch im ZfP verbleiben wollen.“ Derzeit fehlen nach ver.di Berechnungen im Versorgungsbarometer pro Station im Durchschnitt z.B. 3 Pflegefachkräfte und weitere Fachkräfte aus den ärztlichen und therapeutischen Berufen. Insgesamt sind es ca. 140 fehlende Vollzeitkräfte, so Burkhart, die für eine Behandlung nach modernen und leitliniengerechten Standards benötigt werden. „Die hohen Belastungen über die letzten Jahre führen auch zu häufigen Krankheitsausfällen. Im Arbeitsalltag gestaltet sich die Arbeitssituation immer öfter wie in Zeiten hoher Personalnot, alle kommen an ihre Grenzen.“

Fechner bedauert, dass bis heute keine gesetzliche Regelung für eine bessere Personalausstattung auf den Weg gebracht werden konnte, wie es die SPD-Gesundheitspolitiker im Bundestag fordern. Der gemeinsame Bundesausschuss, ein Gremium aus Krankenkassen und Krankenhäusern, hat nach Ansicht von Burkhart keine überzeugende Regelung finden können. Auch Fechner kritisiert die Vorgaben dieses gemeinsamen Bundesausschusses zur Personalsituation. „Insbesondere der Personalbedarf für psychiatrische Kliniken wurde vom gemeinsamen Bundesausschuss nicht ausreichend berücksichtigt und vorgegeben, weshalb wir jetzt eine gesetzliche Regelung für eine ausreichende Personalversorgung brauchen“, so Fechner. Gesundheitsminister Spahn hat laut Fechner auch den Beschluss des gemeinsamen Bundesausschusses beanstandet und Änderungen angeordnet. Diese werden derzeit beraten. „Wenn es kein ordentliches Ergebnis gibt, müssen wir zugunsten der Beschäftigten gesetzlich einen Personalschlüssel regeln und auch dafür sorgen, dass die entsprechenden Gelder bereitgestellt werden“, so Fechner. Die Beschäftigten sind am Limit, was auf Dauer kein Zustand ist, so Fechner und der Personalrat übereinstimmend.