Presse

SPD-Abgeordnete Wölfle und Fechner begrüßen gesetzliche Frauenquote

Die Bundesregierung  hat sich auf eine gesetzliche Frauenquote von 30 Prozent für die Aufsichtsräte in börsennotierten Unternehmen geeinigt. Damit setzt sie ein weiteres wichtiges Vorhaben der SPD aus dem Koalitionsvertrag um. Die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Sabine Wölfle und der rechtspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Johannes Fechner sehen in der gesetzlichen Frauenquote einen zentralen Beitrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern im Berufsleben.
„Nach jahrzehntelanger Diskussion freut es mich, dass wir die Frauenquote endlich auf den Weg bringen. Die bisher vorhandenen unverbindlichen Quotenverpflichtungen haben leider keine Wirkung gezeigt. Nun nehmen wir Großunternehmen in die Pflicht“, erklärt der Emmendinger Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner.
Auch die Emmendinger Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle, die sich seit Jahren kontinuierlich für eine Frauenquote bei DAX-Unternehmen eingesetzt hat, begrüßt die künftige Regelung: „Im Jahr 2012 ist mein Antrag zur Frauenquote mit den Stimmen von SPD, Grünen und CDU im Landtag angenommen worden.  Leider sind nur 23 Prozent der Spitzenpositionen in Baden-Württemberg von Frauen besetzt.  Die großen Unternehmen sind durchaus in der Lage, ihre Aufsichtsräte paritätisch zu besetzen. Falls nicht, halte ich es für richtig, dass die leeren Sitze nicht mit Männern aufgefüllt werden dürfen. Es sind ausreichend viele geeignete  Frauen vorhanden, um verantwortungsvolle Aufgaben zu übernehmen! Die bestausgebildete Frauengenerationen aller Zeiten muss sich auch in den höheren Ebenen der Wirtschaft wiederfinden – auch wenn das in der CDU immer noch anders gesehen wird“, so Wölfle.
Zustimmung bekommen die beiden Abgeordneten auch von der SPD-Basis. „Wir sind stolz, dass wir zwei engagierte  Abgeordnete haben, die sich auf Landes- und Bundesebene schon seit langem für eine Frauenquote einsetzen. „Eine paritätische Besetzung der Aufsichtsräte bringt verschiedene Sichtweisen zum Tragen. Davon profitiert das ganze Unternehmen“, erklärte Raphael Pfaff,  Kreisvorsitzender und Mitglied im Landesvorstand des SPD-Arbeitnehmerflügels AfA.