Gute Nachrichten für Kürzell: Die Autobahn GmbH wird nächstes Jahr die zwischen den beiden Lärmschutzwällen an der A5 derzeit bestehende Lücke schließen mit einer mobilen Lärmschutzwand. Das berichtete die Leiterin der Niederlassung Südwest der Autobahn GmbH, Christine Baur-Fewson bei einem von SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Fechner anberaumten Vor-Ort-Termin. Errichtet wird eine mobile Lärmschutzwand, die derzeit noch bei einem anderen Bauprojekt der Autobahn GmbH auf der A 81 im Einsatz ist.. Die entsprechende Planung für deren Aufbau und Verlegung nach Kürzell laufen aber und Christine Baur-Fewson kündigte die Errichtung der mobilen Lärmschutzwand für nächstes Jahr an.
Voran geht es auch mit den Planungen, auf dem Kürzeller Lärmschutzwall eine Solaranlage zu errichten. Investor Wolfram Kern berichtete von weit fortgeschrittenen Planungen. Insgesamt gibt es jetzt blendarme Solarpaneele, die montiert werden können. Bislang war noch unklar, wieviel Platz für den sechsspurigen A5-Ausbau benötigt wird. Matthias Milesi, Abteilungsleiter der Autobahn GmbH, stellt nun aber klar, dass die Grundsatzentscheidung gefallen ist für einen symmetrischen Ausbau, also eine weitere Spur an jede Seite, so dass keine grundlegende neue Verschiebung der Autobahn erforderlich wird. Der bestehende Lärmschutzwall bleibt damit erhalten und wird im Rahmen des A5-Ausbaus möglicherweise durch zusätzlich Lärmschutzwände auf der Dammkrone ergänzt „Wir freuen uns aber sehr, dass wir mit dem heutigen Termin einen wichtigen Schritt für die Solaranlage vorangekommen sind“, freute sich Bürgermeister Bodo Lange. Investor Kern und Niederlassungsleiterin Baur-Fewson rechnen damit, dass die letzten Gespräche noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können und dann nächstes Jahr gebaut werden kann. „Idealerweise haben wir nächstes Jahr dann eine Doppelfeier mit der Errichtung des Lärmschutzwalls und der Solaranlage“, freuten sich alle Gesprächsteilnehmer.
Deutlich länger wird es noch gehen, bis die A5 sechsspurig ausgebaut wird. Baur-Fewson erläuterte, dass die verfügbaren Ressourcen in den nächsten Jahren auf die Modernisierung von Brückenbauwerken sowie einige wenige besonders wichtige Ausbauprojekte konzentriert werden müssen. „Wir haben einen erheblichen Sanierungsstau bei den Brücken und um die Netzverfügbarkeit und Verkehrssicherheit zu gewährleisten, müssen wir deshalb hier einen Schwerpunkt setzen“. Derzeit werde die Vorplanung für den A5 – Ausbau abgeschlossen. Die Entwurfsplanung wird dann erst zu einem späteren Zeitpunkt fortgeführt. Der Ausbau wird aber nicht in den nächsten 10 Jahren erfolgen, weil zunächst die neuen Gleise an der Autobahn gebaut werden müssten, so Baur-Fewson. Mit der Bahn befindet sich die Autobahn GmbH in enger Abstimmung. Schon jetzt sind aber wichtige Planungsentscheidungen gefallen. So wird die Autobahn symmetrisch ausgebaut. Das bedeutet, dass nicht auf einer Seite zwei neue Streifen eingesetzt werden, sondern an jeder Seite je eine Spur. Auch müsse der Mittelstreifen verbreitert werden, weil er derzeit zu klein ist. Neue Brückenbauten auf der A5 zwischen Freiburg und Offenburg wie etwa die neue Brücke in Riegel würden aber schon sechsspurig gebaut. „Der sechsspurige Ausbau wird kommen, allerdings erst nach dem Abschluss des Baus der beiden neuen Gleise“, so Baur-Fewson.