Johannes Fechner

Mitglied des Deutschen Bundestages

Diskussion mit Lahrer Bundeswehrreserve

Die Rolle der Bundeswehr und der Reserve angesichts der angespannten internationalen Sicherheitslage thematisierte SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner in Reichenbach. Gemeinsam mit dem Stellvertreter des Präsidenten des Reservistenverbandes, dem SPD-Bundestagsabgeordneten Esra Limbacher, diskutierte Fechner mit den Kameradinnen und Kameraden der Reserve aus der Ortenau. Limbacher kündigte eine ganz neue Rolle der Reservisten an. „In anderen Ländern ist es selbstverständlich, dass Reservisten regelmäßig üben können und sofort in den Einsatz gehen können bei Bedarf. Wir wollen keine Kriege führen, aber wir müssen durch die russische Bedrohungslage uns besser vorbereiten und das betrifft auch die Reserve“. Nach dem vom Bundesverteidigungsminister Pistorius Reservisten-Stärkungsgesetz soll die Reserve auf 200.000 Reservisten anwachsen. Auch soll es eine Verpflichtung für Reservisten geben, regelmäßig an Übungen teilzunehmen, andererseits aber auch die Verpflichtung für Arbeitgeber, ihre Mitarbeiter für solche Übungen freizustellen. Von den Lahrer Reservisten kamen viele konkrete Hinweise und Vorschläge, wie die Reserve attraktiver gestaltet werden kann. „Wenn man uns als Reserve ernst nimmt, dann müssen wir auch genügend Übungsmöglichkeiten bekommen und von der Bundeswehr auch ernst genommen und akzeptiert werden“, forderten Alexander Vökel´, Organisationsleiter ReVer, und Rolf Hügel, RK Vorsitzender Lahr.

Auch sollten nicht nur für die neuen Soldaten, sondern auch für langjährig tätige Soldaten die Besoldung verbessert werden. Limbacher kündigte an, dass die Bundeswehr die Reserve mehr fördern werde. „Wir brauchen eine leistungsfähige Reserve und nicht nur reine Visitenkarten-Reservisten“. SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner sagte zu, die wichtigen Hinweise in die weiteren Reformdiskussionen miteinzubringen: „Die Sicherheitslage ist zu herausfordernd, als dass wir es uns in Deutschland leisten könnten, die großen Potentiale der Reservisten links liegen zu lassen“, so Fechner. Limbachers und Fechners Dank galt allen Reservisten, die sich neben ihrem Beruf noch in den Dienst der Bundeswehr für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger stellen.

Bild: Deutsche Bundestag / Thomas Trutsche / photothek