Zu aktuellen Themen in Nonnenweier informierte sich SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner vor Ort bei Ortsvorsteherin Dagmar Frenk.
Frenk freut sich sehr, dass in den letzten Jahren über eine Million Euro Fördermittel für die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme „Ortsmitte Nonnenweier“ geflossen sind. „Diese Investitionen haben sich gelohnt für das Ortsbild und das örtliche Handwerk hat hiervon maßgeblich profitiert“.
Nonnenweier wird auch weiter über der Zweitausend-Einwohner-Grenze liegen, dafür sorgt auch das neue Baugebiet „Ziegelgarten“, mit dessen Grundstücksvermarktung im Herbst begonnen werden soll. Die Infrastruktur im Ort ist gut, so stehen ausreichend Kindergartenplätze zur Verfügung und mit dem „Marktplatz Schwanau“ und den Einkaufsmöglichkeiten im Hofladen ist Nonnenweier gut versorgt.
Ein aktuelles Thema ist derzeit die Trinkwasserversorgung in den nicht zentral versorgten Gebieten. „Leider zwingt die neue EU-Trinkwasserverordnung viele Bürger mit eigener Trinkwasserversorgung dazu, teure Maßnahmen zu ergreifen, um den Manganwert zu senken ohne dass garantiert ist, dass die technische Lösung wirksam sein wird.“
Die Versorgungssicherheit für die zentral versorgten Gebiete wird derzeit durch den Bau eines Ringschlusses optimiert. Leider hätte sich eine Ausweitung in die bislang nicht zentral versorgten Gebiete förderschädlich ausgewirkt. Sorgen bereitet nach wie vor das Integrierte Rheinprogramm. Der Polder Elzmündung ist noch nicht in Betrieb. Frenk hofft, dass sich die Polderflutungen nicht negativ auf das Grundwasser und die Gebäudesicherheit auswirken werden.
Dringend notwendig ist auch der geplante Neubau der Grundschule an der Sporthalle. „Wir sehnen den Neubau schnellstmöglich herbei“, so Frenk. Auf dem alten Festplatz ist für die Zukunft ein Wohnmobilstellplatz geplant. Derzeit laufen Gespräche mit potenziellen Betreibern. Einig sind sich Fechner und Frenk, dass für den Grenzverkehr eine reine Fahrrad- und Busbrücke nach Frankreich nicht sinnvoll ist.
Stattdessen sollte ein vollwertiger Brückenschlag für Pkw und Lkw mit einem Radweg erfolgen, um auch Nonnenweier vom Durchgangsverkehr zu entlasten. „Eine reine Fahrradbrücke bringt Pendlern gar nichts und nur eine echte Straßenbrücke entlastet die Ortskerne von Nonnenweier und auch Ottenheim vom Lkw-Verkehr“. Fechner sagte zu, dieses Anliegen zu unterstützen.
Mit dem Glasfaser-Ausbau geht es jetzt auch weiter. Die bestehenden Baustellen werden zeitnah abgeschlossen, so Frenk. „Es ist beeindruckend, was ihr in Nonnenweier alles auf die Beine stellt und für die Zukunft eures Ortes investiert“, lobte Fechner abschließend.