Johannes Fechner

Mitglied des Deutschen Bundestages

VdK kritisiert Pflegereform

Wie sich vor Ort die von Ministerin Warken vorgeschlagene Pflegereform auswirken würde, dazu tauschte sich SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner mit VdK-Kreisvorsitzendem Horst Rausch aus. Rausch kritisierte, dass die Pflegestufe I de facto abgeschafft werde. Außerdem werde es noch schwerer, eine angemessene Pflegestufe zu erhalten. Statt Angehörige zu unterstützen, würden diese Rentenpunkte verlieren. Er empfahl deshalb dringend die grundlegende Überarbeitung. „Vor allem geht es hier weniger darum, nachhaltig gute Pflege zu organisieren, sondern schlicht nur Geld einzusparen“, kritisiert er die Bundesregierung. Auch Johannes Fechner hat Bedenken gegen die Vorschläge von Ministerin Warken. „Eine große Errungenschaft war es, dass Kinder erst ab einem Vermögen von 100.000 Euro vom Sozialamt für die Pflegekosten ihrer Eltern herangezogen werden können. Diese Regelung können wir nicht ersatzlos streichen, weil das einen Keil zwischen die Generationen treibt“, so Fechner. Rausch und Fechner verabredeten einen engen Austausch im Herbst, wenn die konkreten Gesetzesberatungen im Bundestag starten.

Bild: Deutsche Bundestag / Thomas Trutsche / photothek