Die Emmendinger Sportvereine diskutieren intensiv mit der Stadtverwaltung, wie die von ihnen genutzten Sportflächen zukünftig gemeinsam gestaltet werden können. Beim Vor-Ort-Besuch der SPD beschrieben Oberbürgermeister Stefan Schlatterer und Fachbereichsleiter Tobias de Haen den derzeitigen Planungsstand. Die Initiative zu einem gemeinsamen Vereinsheim und die Verlegung der Tennisplätze könnten genutzt werden, um moderne Sportflächen und eine kluge verkehrliche Anbindung für FCE, TBE, TCE und eventuell auch DLRG zu schaffen. Zentrales Element wäre ein gemeinsam nutzbares neues Sportheim anstelle der FCE-Gaststätte. Es ließen sich, so de Haen und OB Schlatter, erhebliche Synergieeffekte erzielen, wenn Funktionsräume von allen drei Vereinen genutzt würden. Eine neue Prüfung der Stadtverwaltung habe ergeben, dass keine Bebauungsplanänderung notwendig sei. Auch hätte eine Neugestaltung der Sportflächen mit einer Sperrung der Straße am Sportfeld für den Durchgangsverkehr und die Umleitung über eine neu zu bauende, südlich der Sportflächen verlaufende Straße große Vorteile. Dies würde insbesondere die Schützenbrücke entlasten, weil dies laut de Haen das am schlechtesten funktionierende Nadelöhr im Emmendinger Verkehrsnetz ist. Die Schützenbrücke könne für den Autoverkehr komplett gesperrt werden und nur noch Fahrrad, Fußgänger und Busse zur Verfügung stehen. Das würde die B3-Durchfahrung erheblich erleichtern durch den Wegfall der dortigen Ampel. Die Vereinsvertreter von TBE, FCE und TCE beschrieben alle den erheblichen Sanierungsbedarf ihrer Räumlichkeiten und waren sich einig, dass ein gemeinsames neues, modernes Vereinsheim für alle drei Vereine sinnvoll sei. Sie wollen sich deshalb noch in diesem Jahr zu weiteren Gesprächen treffen und dann auch näher diskutieren, welcher Verein welche Flächen benötigt. Letztlich müssten dann die Vereinsmitglieder entschieden. Denkbar ist für den Tennisclub, neue Tennisplätze südlich des neuen FCE-Trainingsplatzes anzulegen. Diskutiert wird auch ein Verzicht auf Gastronomie im neuen Vereinsheim, wobei die TBE-Vertreter darauf hinwiesen, dass die jetzige Verpachtung ihres Vereinsheims eine wichtige Einnahmequelle darstelle. An Johannes Fechner ging die Bitte, dieses Projekt mit möglichen Zuschüssen aus der Sportmilliarde zu unterstützen. OB Schlatterer signalisierte, dass die Stadt möglicherweise dem Gemeinderat vorschlagen werde, von der üblichen Förderung von einem Drittel abzuweichen, weil hier gleich drei Vereine und möglicherweise auch noch das DLRG ein neues Vereinsheim bekämen. Dies spreche dafür, von der Förderung von nur einem Drittel nach oben abzuweichen. Die Planung der neuen Funktion der Schützenbrücke und die südliche Anbindung des Gewerbegebietes an die B3 beim Reitstall seien planerisch zu entkoppeln, um die weiteren Prozesse nicht unnötig gegenseitig aufzuhalten. Die Stadt wünscht sich nun von den Vereinen konkrete Aussagen nach ihrem Raum- und Flächenbedarf. Die Vereine sagten zu, diese zeitnah zu liefern, damit idealerweise nächstes Jahr auf Basis dieser Diskussionen ein Planungsbüro beauftragt werden kann mit der Planung der Erschließungen, der Sanitäranlagen, der genauen Standortprüfung für das gemeinsame Vereinsheim und die Nutzung weiterer Potentiale für eine Baugenehmigung.