Zu aktuellen Themen in Königschaffhausen informierte sich SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner vor Ort bei Ortsvorsteher Holger Baptist. Baptist dankte Fechner zunächst für dessen Einsatz, dass für die Sanierung das maroden Hartplatzes 360.000 Euro nach Königschaffhausen fließen. „Das ist dringend notwendig, insbesondere weil mit Kiechlinsbergen und Endingen gleich zwei weitere Vereine den Sportplatz nutzen werden. Gerade für die jungen Fußballer war die Sanierung dringend notwendig und ich freue mich, dass sich die vielen Telefonate gelohnt haben und der Zuschuss jetzt kommt“, so Fechner. Große Sorge bereitet die Verzögerung der Baustelle für die neue Traubenannahmestelle der Winzergenossenschaft. Bei den Tiefbauarbeiten wurden „Jungsteinzeitliche Urnengräber“ entdeckt. Durch diese Verzögerungen wird der Bauablauf nun beeinträchtigt, obwohl für die Traubenernte 2027 das neue Gebäude schon festeingeplant ist.
Gerne würde der Ortschaftsrat auch den Kirchplatz sanieren und die marode Kirchenmauer. Der Platz ist durch Wurzeln alter Nussbäume uneben und birgt für Schüler und Kirchgänger viele Stolperfallen. Allerdings ist unklar, wer Eigentümer des Platzes ist und auch wer für die Instandhaltung der angrenzenden Mauer haftet. Hier ist man in Kontakt mit den Beteiligten, um eine Lösung herbeizuführen damit man weitere Überlegungen angehen kann.
Probleme gab es leider auch mit Vandalismus und Vermüllung der beliebten Gausberghütte. „Wir können hier nur an die Bürgerinnen und Bürger appellieren, Sperrmüll ordnungsgemäß zu entsorgen, wofür es ja ausreichend Angebote gibt“. Stolz ist Baptist auf das Vereinsleben in Königschaffhausen. Problematisch ist allerdings der Kostendruck. Ein großes Festzelt, welches dieses Jahr von der IG (Interessengemeinschaft) – Kirschenfest zum 100-jährigen Jubiläum des Musikvereins wieder eingesetzt wurde kostet mittlerweile einen hohen vierstelligen Betrag. Deshalb wird diskutiert, ob die Vereine mit der Stadt gemeinsam ein großes eigenes Zelt anschaffen, dass dann von allen Vereinen und Ortschaften genutzt werden könnte. Die Nahverkehrsbindung von Königschaffhausen ist gut. Ärgerlich seien allerdings die vollelektrischen Schranken, die nach Baptists Ansicht unnötig lange geschlossen sind. Abschließend zeigt sich Fechner beeindruckt über die vielen Projekte in Königschaffhausen: „Gern unterstütze ich euer Anliegen, etwa dass die denkmalschutzrechtlichen Untersuchungen schnell abgeschlossen werden müssen, damit das Großprojekt Traubenannahmestelle zügig vorangeht“, so Fechner.