Der VdK Lahr ist auf ganz vielen Weisen aktiv, das erfuhr SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner bei seinem Antrittsbesuch bei der neuen VdK-Kreisvorsitzenden Tanja Fischer. Regelmäßig finden Sozialberatungen statt. „Wir können so Tausenden von Bürgerinnen und Bürgern helfen, die ihnen zustehenden Sozialleistungen zu bekommen.“ Hauptthemen seien die Beantragung von Erwerbsminderungsrenten, Beratung bei der Beantragung zur Festsetzung des Grads der Behinderung oder Pflegethemen. Es sei immer schwieriger, den tatsächlich angemessenen Pflegegrad zu bekommen, weil der medizinische Dienst viel prüfe mit hohen bürokratischen Auflagen, so Fischer. Bei diesen Beratungsleistungen, die auch durch einen Rechtsanwalt durchgeführt werden, hat der VdK eine hohe Erfolgsquote. Derzeit hat der Kreisverband über 5.000 Mitglieder und ist in 17 Ortsverbänden organisiert. In letzter Zeit habe der VdK auch viele jüngere Mitglieder gewonnen, was den tragischen Anlass von Krebserkrankungen als Grund habe. Montags von 16 bis 18 Uhr und mittwochs von 9 bis 11 Uhr finden die Beratungen in Lahr, Alte Bahnhofstr. 10/7 statt, angeboten werden auch Sonderberatungstermine. Die Mitgliedschaft ist dabei mit 7 Euro pro Monat sehr günstig und der VdK ist offen für weitere Mitglieder, so Fischer. Großen Handlungsbedarf sieht Fischer in der Pflegesituation. Sie gab Fechner als Hausaufgabe mit, rasch die Situation der Pflegeversicherung, der Pflegebewohner, aber auch deren Angehörigen zu verbessern. Dringend nötig seien mehr Pflegeplätze in der südlichen Ortenau und die Personalnot der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pflegeheimen sei extrem. Fechner hatte hierfür volles Verständnis und teilte mit, dass das erste Gesetz durch das sogenannte Pflegekompetenzgesetz bereits in der Mache ist und eine Pflegekommission eingerichtet wurde, die schnell grundlegende Reformen erarbeiten und empfehlen soll. Dringend forderte Fischer auch, das Rentenalter nicht weiter zu erhöhen: „Wir sehen, dass unsere Mitglieder nicht einmal das heutige Rentenalter von 67 erreichen können“. Fechner dankte ausdrücklich dem VdK für das große sozialpolitische Engagement und stiftete eine Berlinreise für besonders engagierte VdK-Vorstandsmitglieder.