zu aktuellen Themen in Hugsweier informierte sich SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner vor Ort bei Ortsvorsteher Georg Bader und seinem Stellvertreter Peter Winkels. Hugsweier ist flächenmäßig einer der größten, aber einwohnermäßig der kleinste Stadtteil von Lahr. Im Kindergarten sind aktuell 68 Kinder, so dass für die Zukunft von Hugsweier derzeit gesorgt ist. Dennoch gibt es viele Themen und Herausforderungen. Gerne würde man mehr Wohnraum in Hugsweier schaffen, aber leider gibt es keine frei verfügbaren Bauplätze. Deswegen bekam Fechner als erste Hausaufgabe, das Baurecht flexibler zu gestalten, insbesondere für die Verdichtung innerorts. Das Thema Wohnen wird vom Ortschaftsrat intensiv bearbeitet. Ein weiteres Thema ist die 1111-Jahr-Feier, die mit einem kleinen Fest am 3. Oktober dieses Jahres begangen werden soll. Leider sind die Nahversorgung und Begegnungsmöglichkeiten wie z.B. Cafés oder Gastronomie nicht mehr vorhanden und derzeit nicht realisierbar.
„Auch wenn wir nicht viele festgeschriebene Entscheidungsbefugnisse haben, haben wir ein gutes Verhältnis zur Stadt Lahr und werden in viele wichtige Themen einbezogen und angehört“, berichtete Georg Bader. So sei der Ortschaftsrat gut eingebunden in die Diskussion etwa zum Surfpark im angrenzenden Gewerbegebiet.
Bei der Brücke zur B3 musste leider die Tonnage auf max. 16 Tonnen reduziert werden. Grundsätzlich hat Hugsweier eine hohe Verkehrsbelastung durch den LKW-Verkehr zu erleiden. Eine Möglichkeit hier Abhilfe zu schaffen wäre laut Bader, außerhalb von Hugsweier eine neue Brücke über die Schutter zu bauen als direkte Zufahrt zur Rubinmühle. Die entsprechenden Planungen hierfür laufen. Ein Sorgenkind ist die evangelische Kirche, bei der große Renovierungs- und Instandhaltungskosten anstehen. Durch trockenheitsbedingte Absenkung der Fundamente haben die Kirchenmauern Risse, so dass der Giebel verzogen ist. Die entsprechenden Sanierungskosten sind hoch, deswegen richtet sich Hugsweiers Hoffnung, so Bader und Winkels, jetzt darauf, im ELR-Förderprogramm des Landes mit dem Schwerpunkt kirchliche Gebäude zum Zuge zu kommen. „Insgesamt ist die Stimmung in Hugsweier gut und die Herausforderungen, die wir haben, gehen wir optimistisch an“, so Bader abschließend.