Johannes Fechner

Mitglied des Deutschen Bundestages

In Ottenheim geht es voran

Zu aktuellen Themen in Ottenheim informierte sich SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner bei Ortsvorsteher Patrick Fertig.

Ein wichtiges Thema ist das Neubaugebiet Trauerau West. Der Bebauungsplan ist beschlossen, 2027 soll die Erschließung beginnen. Rund 80 Bauplätze bieten dem Ort langfristige Entwicklungsperspektiven, bis zu 475 Menschen könnten dort künftig wohnen. Fertig betonte, dass das Gebiet für eine kontinuierliche, über Jahre angelegte Ortsentwicklung gedacht ist: „Ottenheim soll sich in einem guten Tempo weiterentwickeln und jungen Familien Perspektiven bieten“.

Ein weiteres Thema war das rund einen Hektar große Areal der katholischen Kirche im Ortskern. Die Kirchengemeinde Südliche Ortenau möchte dort eine Pflegeeinrichtung ermöglichen. Gemeinde, Ortschaftsrat und Interessenten stehen hierzu im Austausch. „Ältere Menschen sollen im Dorf bleiben können und gleichzeitig entsteht Wohnraum für Familien“, so Fertig. Die Gespräche verlaufen konstruktiv, wichtige Entscheidungen stehen jedoch noch aus.

Fechner lobte das lebendige Vereinsleben in Ottenheim, das er durch zahlreiche Besuche beim Beachhandball kennengelernt hat. Fertig unterstrich dessen Bedeutung: „Unsere Vereine geben uns in herausfordernden Zeiten ein Stück Normalität und stärken das Miteinander.“

Ein zentrales Anliegen bleibt die Nahversorgung. Gemeinde und Ortschaftsrat prüfen verschiedene Modelle – vom klassischen Vollsortimenter bis zu modernen Smartshops. Entscheidend sei, geeignete Partner zusammenzubringen. „Wir bringen die Beteiligten an einen Tisch. Unser Ziel ist eine verlässliche Nahversorgung“.

Auch das Integrierte Rheinprogramm war Thema. Die Gemeinde steht hierzu im engen Austausch mit dem Regierungspräsidium. Die Planungen werden konkreter, ein Baubeginn des Polders IMO ist jedoch frühestens 2030 realistisch. „Wichtig ist, dass wir frühzeitig eingebunden sind“, so Fertig. Die 1976 erbaute Rheinauenhalle stößt zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen. Da die Nordseite die einzige sinnvolle Erweiterungsoption bietet, möchte Fertig diese Perspektive offenhalten. „Wenn sich ein Zeitfenster ergibt, wollen wir vorbereitet sein.“ Der Ortschaftsrat unterstützt diese vorausschauende Planung.

Beim Thema Rheinquerung lehnen Fertig und der Ortschaftsrat eine Busbrücke mit Anbindung mitten durch Ottenheim ab. Eine bessere Verbindung über den Rhein wird grundsätzlich befürwortet – jedoch nur ohne zusätzliche Belastung für den Ort. Daher sollen in der Machbarkeitsstudie auch ein Fährbetrieb sowie eine alternative Trasse entlang des Schutterentlastungskanals geprüft werden. Fechner sagte Unterstützung zu: „Wir müssen Europa in diesen wirren Zeiten stärken und bessere Verbindungen zwischen Frankreich und Deutschland können dazu ein kleiner, aber wichtiger Baustein sein“.

Positiv bewertet wurde der weitgehend abgeschlossene Glasfaserausbau. „Baufirma, Anwohner und Gemeinde haben pragmatisch zusammengearbeitet. So konnten wir zügig gute Lösungen finden“, so Fertig. Der flächendeckende Anschluss stärkt die digitale Infrastruktur und damit die Zukunftsfähigkeit Ottenheims. Abschließend zeigte sich Fechner beeindruckt: „Toll, was ihr in Ottenheim alles bewegt und für eine gute Zukunft des Ortes noch vorhabt“.

Bild: Deutsche Bundestag / Thomas Trutsche / photothek